[Wedding Special] # 3 Sitzt, passt, wackelt und hat Luft – unsere Eheringe?


Dieses Thema wird mich noch in den Wahnsinn treiben. Lieferzeiten von 6-8 Wochen, langweilige Eheringe für die Frauen und horrende Preise. Bei so vielen Hürden, sollte man bei einer Bestellung ganz sicher sein, welche Größe man benötigt. Ein Umtausch wäre nicht nur ärgerlich und zeitaufwendig, sondern im Zweifelsfall auch teuer.
Bevor man allerdings Ausschau noch einem schönen, stilvollen Ring halten kann, der nicht drückt oder gar vom Finger rutscht, sollte man seine Ringgröße ermitteln. Selbst für die, die normalerweise keine Ringe tragen, ist jetzt die Zeit gekommen sich mit der Ringgrößenbestimmung zu beschäftigen. 
Denn spätestens bei der Wahl des Verlobungsringes sollte das Thema erledigt sein und bei der Suche nach den Eheringen eine Probleme mehr bereiten.

oben 333iger Weißgold mit Zirkonia unten 750iger Weißgold mit einem Diamant in Piqué I Reinheit

Die Ringgröße könnt ihr selbst ermitteln.

Wenn Ihr bereits einen gut sitzenden Ring besitzt, dann könnt Ihr eure Ringgröße ganz einfach selbst bestimmen. Nehmt dazu einfach euren Ring und messt mit einem Lineal oder einer Schieblehre (handwerklich begabte Männer haben soetwas meist in ihrem Werkzeugkoffer) den Innendurchmesser. Diesen Wert multipliziert Ihr dann mit dem Faktor 3.14 oder Ihr werft einen Blick in eine sogenannte Ringtabelle

Alternativ könnt Ihr auch ein gerolltes Stück Papier in den Ring schieben und die Stelle markieren, an der sich das Papier überlappt. Anschließend messt Ihr die Länge des Streifens bis zur Markierung und erhaltet so den Innenumfang des Rings in Millimetern und somit eure Ringgröße.

Und wenn ihr keinen passenden Ring besitzt, könnt ihr eure Größe natürlich auch ohne diesen bestimmen.

Dazu messt Ihr einfach den Umfang eures Fingers, der ja dem Innenumfang des Rings entspricht. Hierzu wickelt Ihr einen Papierstreifen oder einen Wollfaden locker um die Stelle am Finger, an der Ihr den Ring tragen wollt. Danach zeichnet Ihr, wie schon zuvor bei der Methode mit Ring, die Stelle ein, an der sich der Papierstreifen oder Faden überlappt. Beachtet dabei aber, dass der Ring auch über den Fingerknöchel passen muss. Anschließend messt Ihr wieder die Länge des Fadens oder Streifens und erhaltet so eure perfekte Ringgröße.


Diese Größe passt bei mir saugend. Super Gefühl, bei dem man keine Verlustängste ausstehen muss.


In der Praxis hat ein Ring für mich die perfekte Größe, wenn er ordentlich stramm sitzt, so dass er nicht einfach abfallen, oder abgezogen werden kann. Außerdem ist bei sogenannten Solitairen (also einzelne, zentrale Diamanten in einem Ring) finde ich es wichtig, dass sie nicht permanent verrutschen und euch so beim Sport oder der Arbeit behindern. Denn wer nimmt seinen Ehering permanent ab? Selbst meinen Verlobungsring habe ich bislang nur 1 mal zur Hand-OP letzte Woche abgelegt – gezwungener Maßen.

Ringgrößen werden in der Regel in 2-Größenschritten angegeben. Etwa wie in meinem Fall eine 56 (der obere, mein Verlobungsring) und die 54 (der untere, bestellte Diamantring), die wie ihr seht schon ordentlich in der Größe differenzieren. In mm des Durchmessers ausgedrückt, sind es zwar nur 6 mm, doch diese können entscheidend für einen guten Sitz sein. Die Größe 56 passt bei mir zu entspannt, so dass mit leicht feuchten Händen schon die Gefahr besteht ihn zu verlieren, wenn ich etwa beim Einkaufen viel heben oder anfassen muss und auch beim Sport verdreht sich der Solitair unschön. Die 54 iger Größe passt aktuell wirklich gut, nur muss ich hier einplanen, dass ich nicht mehr zunehmen werde – doch kann ich das einfach so? Hierfür gibt es eine feiner Abstufung der Ringgrößen etwa in 55 oder 54,5 je nach Anbieter. 
Vergesst aber nicht, dass auch die breite des Ringes einen Unterschied macht. Zwar mag der Durchmesser in der Größe der gleiche bleiben, doch ist das Tragegefühl ein anderes, so dass bei einem breiten Ring tendenziell eine Nummer größer ratsam ist.

Eine gute Methode für alle Männer, die heimlich die Ringgröße für eine Überraschung ihrer Liebsten bestimmen wollen?!


Natürlich könnt Ihr die betreffende Frau nicht einfach nach ihrer Ringgröße fragen, dadurch würde ja die ganze Überraschung zerstört werden. Aber „Ausleihen“ ist doch erlaubt. Unbemerkt einen Ring stibitzt, der eurer Herzensdame gut passt und diesen dann, wie oben beschrieben, ausmessen. 

Diesen Tipp hätte mein Schatz beherzigen sollen, so hätte mein Verlobungsring nicht kleiner gemacht werden müssen. Aber das war eine Aktion von 2 h während des Shoppingbummels in Rostock und hat keine 30 € gekostet. Also durchaus verträglich im Vergleich zur Option den Ring zu verlieren – schließlich hängt nicht nur Geld daran, sondern auch Herzblut.

Sollte kein passender Ring für diese Aktion vorhanden sein, dann bieten viele Juweliere auch die Möglichkeit den Ring umzutauschen, falls er nicht passen sollte.


Nicht zuletzt sind Juweliere auch gern bereit euch bei der passenden Größenwahl zu helfen. Am besten bringt ihr dazu einen passenden Ring mit, der dann mithilfe eines Ringstockes oder einer Ringschablone exakt ausgemessen wird. Alternativ könnt ihr auch den Finger mit Hilfe von Größenrohlingen vermessen lassen. Für Noni der einen starken Knöchel, aber schmale Finger hat, war das der einzige Weg einen perfekt passenden Ehering zu finden, den er zwar ab- und aufgesetzt bekommt, der aber nicht zu locker um den Finger sitzt. Achtet beim Ausmessen jedoch darauf, dass der spätere „tragende“ Finger ausgemessen wird. Denn naturgemäß sind die Finger der rechten und der linken Hand nicht gleich groß. Zudem spielt die Umgebungstemperatur sowie die Tages- beziehungsweise Jahreszeit eine wichtige Rolle. Es soll je schließlich für die Ewigkeit sein!


Habt ihr das Problem mit der Größe erst einmal geklärt kommt viel auf die persönlichen Vorlieben und Geschmäcker an. Ich bin leider immer etwas zu ausgefallen und irgendwie gefällt mir das „Standartsortiment“ nicht. Ich möchte einen Ring der meinem Verlobungsring nahe kommt, nur mit einem zusätzlichen Vorsteckring mit kleinen, eingefassten Steinchen. 





Doch nicht nur der Stil des Ringes ist eine wichtige Entscheidung, auch die Größe des Steines, die Reinheit und die Farbe, sowie der Schliff. All diese Faktoren haben großen Einfluss auf den Preis des Ringes. 


Was die Art des Steines angeht bin ich mir schon ziemlich sicher, dass es ein Diamant sein soll. Er ist einfach langlebiger, in der Regel schöner geschliffen und vor allem entfacht Licht in ihm ein unglaublich schönes Feuer, dass so in Zirkonia oder Strasssteinen einfach nicht sichtbar ist. Die Reinheit des Steines bereitet mir jedoch enormes Kopfzerbrechen. Denn gerade die Reinheit ist ein ziemlicher Preisfaktor. Im unteren Ring seht ihr einen 1/4 Karäter in Reinheitsstufe PI (eine der schlechtesten), dies bedeutet sichtbare Einschlüsse. Auch wenn die Bilder dies nicht so schön wiederspiegeln, ich möchte doch keine Dreckpartikel in meinem Ring sehen, der mich an meinen Liebsten erinnert, oder gar Schlieren innerhalb des Steines (Verunreinigungen) die aussehen, als würde der Diamant jeden Moment zerbrechen und zerfallen. 
Diese Eigenschaften würden für mich den Symbolcharakter deutlich beeinträchtigen. Doch bei gleichbleibender Größe kommen locker 200-400 € on Top für einen „reineren“ Stein. Ob es mir das wert ist? Ich bin noch unsicher. Die Brillianz der Diamanten und dieses Feuer der Steine beim Lichteinfall ist auf jeden Fall schon mal genau das, was ich mir vorstelle! 



Alles in allem ist der Ring jedoch nicht der passende für mich, gerade die Reinheit bzw. Unreinheit des 0,25 ct schweren Solitairs ist mir ein Dorn im Auge mit dem ich sicher nicht glücklich werden würde, der Ring ging Retour. 


Auch der 2. bestellte Ring in einer völlig anderen Machart war für mich ein Reinfall. 



Bei ihm sind die Fassungen der kleinen Brillianten noch schlechter verarbeitet, als bei dem Solitair und die Steine von sehr unterschiedlicher Qualität, so dass sich das Licht unterschiedlich in Ihnen bricht.

So stelle ich mir meinen Ehering nicht vor, schließlich soll er mich im Optimalfall – von dem ich jetzt mal ausgehe – ein Leben lang begleiten.

TIPP: Achtet bei Plattformen wie etwa Amazon, von der ich die Ringe auch bezogen habe, auf die Preisspannen verschiedener Anbieter. Dieser Ring im 3 Schienen-Design hat im Fall meiner Bestellung 171 € gekostet, wobei ein anderer Anbeiter für den   S E L B E N Ring über 400 € verlangt. 

Setzt euch vor der Tour durch alle Juweliergeschäfte eurer Region ein Preislimit fest. Beim Funkeln der Ringe kann man schnell schwach werden und ein halbes Vermögen für den bedeutsamsten Schmuck seines Lebens ausgeben.


Wie ihr sicher schon erkannt habt, habe ich den perfekten Ring für unser Leben noch nicht gefunden und suche weiter – in Juweliergeschäften und dem Internet.

Mich würde trotz meiner genauen Vorstellungen eines für mich perfekten Ringes total interessieren, wie eure Ringe aussehen!
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  1. Ach Ringe aussuchen war schön damals – und bei uns übrigens das Einzige, bei dem wir uns kein Preislimit gesetzt haben 🙂 Wir haben sehr schlichte, etwas nach innen gewölbte Bandringe, meiner mit fünf kleinen eingelassenen Diamanten, aus Weissgold. Einen Verlobungsring habe ich keinen, aber als "wurfprämie" zur Geburt unseres Sohnes hat mir mein Mann einen Vorsteckring im ähnlichen Stil nur mit mehr Diamanten geschenkt …

  2. Wieso denn die Ringe online bestellen? Ich finde es viel schöner, die Eheringe gemeinsam bei einem Juwelier auszusuchen, dann sieht man gleich alle Details, kann den Ring fühlen. Und als Allergiker ist es eh gefährlich, sich Ringe auszusuchen, von denen man nicht weiß, wo sie hergestellt wurden.
    Ich war gerne bereit, für den "Ring des Lebens" etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Lieber woanders sparen 🙂
    LG

  3. Ich habe bei einer gemeinsamen Shopping Tour mit meinem Freund einen Ring gefunden UND anprobiert und ihm deutlich signalisiert, dass ich den schön finde. ( Sollte jetzt kein Verlobungsring sein, sondern bloß ne Aufmerksamkeit)
    Da fragt er mich tatsächlich auf der Rolltreppe vom Saturn ob ich meinen Ring jetzt haben will 😀
    Männer…
    Das Ende vom Lied ist, dass ich ihn dann ein paar Wochen später geschenkt bekommen habe und er war zu groß 🙁 Werde ihn also umtauschen.

  4. Soo ein schönes thema. 🙂 schön, dass du den richtigen gefunden hast. Den mann meine ich, nicht den ring. 😉

    Danke dir liebe sanny. Perfekt sieht defitiv anders aus hihi.. Ich schau gleich mal ein wenig rum bei dir. 🙂

  5. Ich habe mich damals quasi finden lassen, auch ein tolles Gefühl. Ja das stimmt, perfekt sind die nicht, aber ich habe einen neuen Versuch gestartet. Den endgültigen Ring gibt es dann in der Hochzeitsreportage zu sehen. =D

  6. Hallöchen,
    hachjaa die Ringauswahl… mmmh das ging bei uns erstaunlich schnell. Wir hatten allerdings auch ein sehr begrenztes Budget. Sind also zu einem Juwelier und haben uns beraten lassen. Am Ende sind es "nur" Ringe aus Silber geworden – ich bekam noch drei Steinchen dazu (O-Ton meines Mannes "Du bekommst dann die Strasssteinchen") 😀 Nun soo günstig waren sie dann auch nicht, dass es Strass sein musste 😀
    Ich mag sie trotzdem sehr, und vielleicht gönnen wir uns dann irgendwann mal richtig hochwertige Ringe – aber eigentlich kommt es ja auch auf das Zeichen an 🙂

    Deine Ringauswahl gefällt mir aber schon sehr gut – zierlich aber nicht unauffällig, sehr schön und elegant.

    Ich wünsch dir ganz viel Glück bei der Suche nach dem perfekten Ring 😉

    Liebste Grüße,
    Malin
    aus dem Haus aus Liebe

  7. Die sind ja wirklich wunderwunderschön!! Und zwar alle! Ich glaube ich würde den einfachen Ring mit dem Stein nehmen. Der funkelt so schön! Aber auch die anderen sind einfach nur ein Traum! Jetzt hast du die Qual der Wahl, ich hoffe dein Herz zeigt dir den richtigen Ring 🙂 Ich wünsche euch auch viel Glück. Liebste Grüße, Ann <3
    Und vielen Dank für dein liebes Kommentar auf meinem Blog! 🙂

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